Geschäftsbericht 2015DEENCN
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Mit unbegrenzter

Haftung

Wenn es drauf ankommt, sorgen Spezialadditive von Evonik Industries dafür, dass auf Klebebänder und Etiketten deutlich mehr Verlass ist. Und das auch beim Ablösen und Wiederaufkleben.

Klebstoffe müssen cool bleiben, auch wenn es mal hart zur Sache geht. Das gilt für Klebebänder uneingeschränkt auch, egal ob beim Sport oder im heimischen Haushalt. Doch viele hässliche braune Flecken an Badezimmerfliesen erzählen eine andere Geschichte. Klebestreifen, die frisch von der Rolle bombenfest zu halten schienen, ließen den verklebten Handtuchhaken irgendwann los und sind nur noch selbst dauerhaft mit der Fliese verbunden. Umwelteinflüsse wie Temperaturschwankungen, Reinigungsmittel und UV-Licht ermüdeten sie. Hier kommt Evonik ins Spiel: VISIOMER® 6976 vermag die Kraft von Klebebändern durch UV-Nachvernetzung erheblich zu steigern – im Dauertest ergab sich eine Verbesserung um das 400-Fache gegenüber dem unvernetzten Klebstoff.

Eine typische Eigenschaft der in Klebebändern verwendeten Haftklebstoffe ist ihre Dauerklebrigkeit. Das unterscheidet sie etwa von Bastelkleber, der erst durch eine chemische Reaktion oder durch Trocknung aushärtet und klebt. Die Dauerklebrigkeit ermöglicht es, die Streifen auf fast jedem Untergrund aufzukleben. Aber gerade diese Vielfalt macht den Einsatz auch anspruchsvoll, denn sie begrenzt die Klebkraft. So müssen nicht nur Klebestreifen an Eishockeyschlägern, sondern auch Gefrieretiketten noch bei tiefen Temperaturen kleben und dürfen nicht spröde werden. Aufkleber auf Gefahrstoffen müssen auch noch nach langer Zeit und bei starker Beanspruchung zuverlässig halten. Wiederabziehbare Etiketten müssen gut kleben, sich aber nach Benutzung rückstandsfrei entfernen lassen.

Der Einbau unseres UV-aktiven Monomers VISIOMER 6976 erhöht nicht nur die Haftfestigkeit eines Haftklebstoffs, sondern auch die Beständigkeit gegen viele Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen oder Chemikalien.Dr. Sabine Kömmelt

Technical Manager Applied Technology,
Geschäftsgebiet Acrylic Monomers

Hier kommt das Spezialmethacrylat VISIOMER® 6976 des Segments Performance Materials ins Spiel. Wird es in den Kleber eingebaut, vernetzt der Kleber unter Einfluss von UV-Licht nach. Die einzelnen Polymere des Klebers verbinden sich mit der Hilfe des UV-aktiven Monomers VISIOMER® 6976 wie ein Netz untereinander und steigern so die Klebkraft. Und nicht nur das, auch die chemische Beständigkeit, die Unempfindlichkeit gegen Temperaturschwankungen und die Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit steigen. Dabei können Art und Dauer der UV-Einwirkung und damit auch die Nachvernetzung maßgeschneidert für die jeweilige Anwendung dosiert werden.

Klebebänder mit VISIOMER® 6976 haben zudem den Vorteil, dass bei der Herstellung der Haftklebstoffe kein Lösemittel benötigt wird. Das schont die Umwelt und erhöht die Produktivität in der Herstellung. Typische Anwendungen für solche nachvernetzten Klebebänder sind etwa Einsätze in Elektronikanwendungen oder aber bei der Montage von Bauteilen in der Industrie. Auch im Alltag eignet sich das Spezialmethacrylat vor allem dann, wenn es auf Halt unter besonders widrigen Bedingungen ankommt, damit auch beim Eishockey jeder Schuss sitzt.

Als Nachvernetzungsmittel eignet sich VISIOMER® 6976 auch für andere Harzsysteme wie z. B. Farben und Lacke. Vor der Nachvernetzung sind die Farben gut zu verstreichen. Das natürliche UV-Licht der Sonne führt dann dazu, dass die Farben anschließend härter werden und somit widerstandsfähiger gegen Außeneinflüsse.