Geschäftsbericht 2015DEENCN
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Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Evonik Industries AG, Essen

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Evonik Industries AG, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamterfolgsrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 – geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der Evonik Industries AG, Essen, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.
Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der Evonik Industries AG, Essen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 22. Februar 2016

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lutz Granderath / Antje Schlotter
Wirtschaftsprüfer / Wirtschaftsprüferin

Weitere Angaben zu den Organen

Aufsichtsrat Evonik Industries AG
 

Dr. Werner Müller, Mülheim an der Ruhr

Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung
a) Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
RAG Aktiengesellschaft (Vorsitz)
RAG Deutsche Steinkohle AG (Vorsitz)
b) Contilia GmbH
Stadler Rail AG, Bussnang (Schweiz)

Michael Vassiliadis, Hannover

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau,
Chemie, Energie
a) BASF SE
K+S AG
RAG Aktiengesellschaft
RAG Deutsche Steinkohle AG
STEAG GmbH
b) RAG-Stiftung

Martin Albers, Dorsten

(seit 1. Oktober 2015)
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Essen Campus
a) Pensionskasse Degussa VVaG
b) PEAG Holding GmbH

Prof. Dr. Barbara Albert, Darmstadt

Professorin für Festkörperchemie am Eduard-
Zintl-Institut für Anorganische und Physikalische
Chemie der Technischen Universität Darmstadt

Karin Erhard, Hannover

Vorstandssekretärin des Vorstandsbereichs Tarife/Finanzen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
a) INEOS Deutschland GmbH
INEOS Köln GmbH

Carmen Fuchs, Alzenau

(seit 10. Dezember 2015)
Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Hanau
a) Pensionskasse Degussa VVaG

Stephan Gemkow, Overath

Vorsitzender des Vorstandes der Franz Haniel & Cie. GmbH
a) TAKKT AG (Vorsitz)
b) JetBlue Airways Corporation, New York (USA)

Prof. Dr. Barbara Grunewald, Bonn

Inhaberin des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht
und Wirtschaftsrecht der Universität zu Köln

Ralf Hermann, Herten

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates
der Evonik Industries AG
b) RAG-Stiftung

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang A. Herrmann, Freising

Präsident der Technischen Universität München
b) Bayerische Forschungsallianz GmbH (Vorsitz)

Dieter Kleren, Wesseling

Vorsitzender des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Wesseling

Steven Koltes, St. Moritz (Schweiz)

Co-Vorsitzender des Verwaltungsrates
der CVC Capital Partners Group
b) Frontiers Media S.A. (Schweiz)
Kaltroco Limited (Jersey)

Frank Löllgen, Köln

Landesbezirksleiter Nordrhein der Industriegewerkschaft
Bergbau, Chemie, Energie
a) Bayer AG (seit 3. November 2015)
b) Abbott Management GmbH

Dr. Siegfried Luther, Gütersloh

Ehemaliger Finanzvorstand der Bertelsmann AG
a) Schaeffler AG
Sparkasse Gütersloh

Norbert Pohlmann, Essen

Vorsitzender des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Goldschmidtstraße
a) BKK Novitas

Dr. Wilfried Robers, Gescher

Vorsitzender des Gesamtsprecherausschusses
der Evonik Industries AG
a) Pensionskasse Degussa VVaG

Michael Rüdiger, Utting am Ammersee

Vorsitzender des Vorstandes
der DekaBank Deutsche Girozentrale
a) Deka Immobilien GmbH
Deka Investment GmbH (Vorsitz)
Landesbank Berlin Investment GmbH (Vorsitz)
Liquiditäts-Konsortialbank GmbH (Vorsitz)
b) DekaBank Deutsche Girozentrale
Luxembourg S.A. (Luxemburg) (bis 20. März 2015)

Ulrich Terbrack, Reinheim

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates
der Evonik Industries AG

Dr. Volker Trautz, München

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstandes
der LyondellBasell Industries
a) Citigroup Global Markets Deutschland AG
Solar Tower Technologies AG (bis 31. Juli 2015)
b) CERONA Companhia de Energia Renovável,
São Paulo (Brasilien)
OSF Merchant Banking, São Paulo (Brasilien)
Perstorp Holding AB, Malmö (Schweden)

Dr. Christian Wildmoser, Surpierre (Schweiz)

Geschäftsführer der CVC Capital Partners
Switzerland GmbH
b) Sigma Group Holdings S.à r.l. (Luxemburg)


Aus dem Aufsichtsrat sind im
Geschäftsjahr 2015 ausgeschieden:
 

Günter Adam, Freigericht

(bis 10. Dezember 2015)
Stellvertretender Vorsitzender
des Gesamtbetriebsrates der Evonik Industries AG
Vorsitzender des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Hanau

Jürgen Nöding, Duisburg

(bis 30. September 2015)
Vorsitzender des Betriebsrates
des Gemeinschaftsbetriebs Essen Campus

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten.
b) Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG.

Vorstand Evonik Industries AG
 

Dr. Klaus Engel, Mülheim an der Ruhr

Vorsitzender des Vorstandes
a) NATIONAL-BANK AG
b) Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH

Dr. Ralph Sven Kaufmann, Düsseldorf

(seit 1. Juli 2015)
Vorstand Segmente Nutrition & Care,
Resource Efficiency und Performance Materials
a) Evonik Nutrition & Care GmbH
(seit 1. Juli 2015*, Vorsitz seit 14. September 2015)
Evonik Resource Efficiency GmbH
(seit 1. Juli 2015*, Vorsitz seit 3. September 2015)
Evonik Performance Materials GmbH
(seit 1. Juli 2015*, Vorsitz seit 16. Oktober 2015)

Christian Kullmann, Hamminkeln

Vorstand Konzernstrategie
a) Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA
Evonik Performance Materials GmbH
(seit 1. Juli 2015*)

Thomas Wessel, Herten

Personalvorstand/Arbeitsdirektor
Vorstand Bereich Technology & Infrastructure
a) Evonik Nutrition & Care GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Evonik Resource Efficiency GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Evonik Performance Materials GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Evonik Technology & Infrastructure GmbH
(seit 1. Juli 2015*, Vorsitz seit 3. September 2015)
Pensionskasse Degussa VVaG
Vivawest GmbH
Vivawest Wohnen GmbH
b) Gesellschaft zur Sicherung von
Bergmannswohnungen mbH

Ute Wolf, Düsseldorf

Finanzvorstand
a) Deutsche AWM Investment GmbH (seit 1. Juli 2015)
Evonik Nutrition & Care GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Evonik Resource Efficiency GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Evonik Performance Materials GmbH (seit 1. Juli 2015*)
Pensionskasse Degussa VVaG
b) Advanced Metallurgical Group N.V., Amsterdam
(Niederlande) (bis 7. Mai 2015)


Aus dem Vorstand ist im
Geschäftsjahr 2015 ausgeschieden:
 

Patrik Wohlhauser, Kelkheim

(bis 30. Juni 2015)
Vorstand Segmente Nutrition & Care,
Resource Efficiency und Performance Materials
b) Jungbunzlauer Holding AG, Basel (Schweiz)


a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten.
b) Mitgliedschaft in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG.
* Bis 21. August 2015 anderes Kontrollgremium im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG.

Marktpositionen



Glossar

Fachspezifische Begriffe

Active Packaging

Aktive Verpackungen verbessern aktiv die Umgebungsbedingungen für ein Lebensmittel im gewünschten Sinn. So können Sauerstoff-Absorber gezielt Sauerstoff der das Lebensmittel umgebenden Atmosphäre entziehen. Diese Wechselwirkung soll dazu dienen, die Haltbarkeit verpackter Lebensmittel durch Verminderung der Oxidation zu verlängern und ihre Qualität zu erhalten (zum Beispiel Farbe, Geschmack). Evonik entwickelt mit VISPARENT ein Portfolio an Sauerstoff-Absorbern, das für eine Vielzahl auch transparenter Endanwendungen geeignet ist.

Aminosäure

Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißen (auch Proteine genannt). Aminosäuren werden unter anderem in der Tierernährung eingesetzt, um den Aminosäuregehalt des Futters optimal an die Bedürfnisse der Tiere anzupassen. Der Effekt: Die Futterverwertung wird besser, die Tiere benötigen weniger Futter und scheiden deswegen weniger Stickstoff sowie ungenutzte Nährstoffe aus. Die Folgen sind eine bessere CO-Bilanz und eine Verringerung der Überdüngung der Böden. Evonik produziert und vermarktet weltweit die vier wichtigsten essenziellen Aminosäuren für die Tierernährung, also DL-Methionin (MetAMINO), L-Lysin (Biolys), L-Threonin (ThreAMINO) und L-Tryptophan (TrypAMINO). Darüber hinaus produziert Evonik Aminosäuren und Aminosäurederivate in Pharmaqualität, die in Infusionslösungen zur intravenösen Ernährung, als Einsatzstoffe zur Kultivierung von tierischen Zellkulturen oder als Ausgangsstoffe zur Herstellung von Arzneiwirkstoffen verwendet werden.

Anti-Fouling

Spezielle Lackierungen schützen Schiffe vor dem Fouling, dem Bewuchs etwa durch Algen, Muscheln und Krebstiere. Da solcher Bewuchs den Strömungswiderstand im Wasser stark erhöht, helfen Anti-Fouling-Farben, große Mengen Kraftstoff in der Schifffahrt einzusparen. Die Lackspezialitäten von Evonik erlauben es, besonders lange einen wirksamen Schutz zu gewährleisten.

Biodiesel

Biodiesel wird heute überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. In vielen Ländern ist die Beimischung von Biodiesel zu mineralischem Diesel bereits Pflicht. Mit steigendem Prozentanteil soll Biodiesel mehr Klimaschutz und stärkere Unabhängigkeit von Importen möglich machen. Evonik produziert Katalysatoren, die eine effiziente Biodieselherstellung mit hoher Ausbeute ermöglichen, sogenannte Alkoholate. Durch die Evonik-Katalysatoren kann Biodiesel in einem wasserfreien Prozess hergestellt werden. Dieser vermeidet Verunreinigungen der Produkte, was deren Trennung und Aufbereitung wesentlich erleichtert.

Butadien

Butadien wird vor allem in Synthesekautschuken zum Beispiel bei der Herstellung von Reifen eingesetzt. Darüber hinaus gibt es ein breites Anwendungsspektrum für Elastomere und Kunststoffe auf Basis von Butadien. So erhöht das Produkt zum Beispiel die Widerstandsfähigkeit von Gummihandschuhen und ist ein wichtiger Rohstoff für die Herstellung von Latexmatratzen.

C4-Chemie

Der C4-Schnitt fällt in der Petrochemie im Steamcracker als Nebenprodukt bei der Spaltung von Naphtha (Rohbenzin) zu Ethylen und Propylen an. Die abgetrennten C4-Kohlenwasserstoffe werden von Evonik weiterverarbeitet und vermarktet – beispielsweise Butadien in die Reifen- und 1-Buten in die Kunststoffindustrie. Isobuten wird zum Antiklopfmittel Methyl-tert-Butylether (MTBE) für die Kraftstoffindustrie umgesetzt. In weiteren Veredelungsstufen werden höherkettige Alkohole und Weichmacher für Weich-PVC hergestellt. Die integrierte C4-Technologieplattform zeichnet sich durch eine hervorragende Produktausbeute aus, die sämtliche im C4-Schnitt vorhandenen Kohlenwasserstoffe kosteneffizient verwertet.

Composites

Composites oder Verbundwerkstoffe bestehen aus mindestens zwei verschiedenen Materialien, zum Beispiel einem Matrixmaterial und Fasern zur Verstärkung. Die geschickte Kombination der verschiedenen Materialeigenschaften erlaubt es, besonders leichte und dennoch mechanisch extrem belastbare Bauteile zu produzieren.

Diversity

Unter Diversity verstehen wir nicht nur eine möglichst große Ausgewogenheit von Männern und Frauen, sondern auch verschiedener Fachrichtungen in der Ausbildung, unterschiedlicher Erfahrungen in Organisationseinheiten und Funktionsbereichen, eine weite Altersspanne sowie verschiedene Nationalitäten – also Vielfalt in ihrer gesamten Breite.

Ereignishäufigkeit in der Anlagensicherheit

Kennzahl, die – ähnlich der Unfallhäufigkeit bei der Arbeitssicherheit – die Ereignisse mit Stofffreisetzungen, Bränden oder Explosionen auch schon mit nur geringen oder keinen Schäden erfasst (Process Safety Performance Indicator gemäß European Chemical Industry Council, Cefic). Sie errechnet sich aus der Anzahl der Ereignisse pro 1 Million Arbeitsstunden der Mitarbeiter in den Produktionseinrichtungen.

Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol)

Das Greenhouse Gas Protocol gilt als der international am weitesten verbreitete, freiwillige Standard für die Erhebung und Berechnung betrieblicher Treibhausgasemissionen. Der Standard wurde vom World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und dem World Resources Institute (WRI) entwickelt.

Hochleistungskunststoffe

Evonik ist ein Spezialist für Hochleistungskunststoffe. Sie sind besonders stark belastbar und daher in zahlreichen Einsatzgebieten eine willkommene Alternative zu Metallen – sei es im Leichtbau, in der Implantatmedizin oder bei Industrieanwendungen. Je nach Einsatzgebiet müssen die Materialien hohen Temperaturen, aggressiven Chemikalien und starken mechanischen Belastungen standhalten.

Integrierte Technologieplattformen

Integrierte Technologieplattformen ermöglichen eine exzellente Nutzung von Stoffströmen und damit eine hohe Wertschöpfung, indem Nebenprodukte aus einem Herstellungsprozess effizient als Rohstoff für eine andere Produktion eingesetzt werden. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, CO2-Emissionen verringert und Möglichkeiten der Kosteneffizienz genutzt. Beispiele für integrierte Technologieplattformen im Evonik-Konzern sind Isophoron und Silizium.

Isophoron / Isophorondiamin / Isophorondiisocyanat

Isophoron wird als Lösemittel unter anderem in der Lack- und Farbenindustrie eingesetzt. Innerhalb des Isophoron-Verbundes dient es auch zur Herstellung der Folgeprodukte Isophorondiamin und Isophorondiisocyanat. Isophorondiamin wird maßgeblich als Härterkomponente für Epoxidharzsysteme verwendet, die unter anderem für eine hohe Festigkeit von Rotorblättern sorgen. Isophorondiisocyanat ermöglicht licht- und wetterstabile Polyurethane beispielsweise für Beschichtungen auf dem Armaturenbrett oder anderen Kunststoffteilen.

Kieselsäuren

Evonik stellt sowohl gefällte, auf nassem Wege hergestellte als auch pyrogene, über Flammensynthese produzierte
Kieselsäuren her. Weitere Begriffe für Kieselsäure sind Siliziumdioxid oder Silica. Die Anwendungsbereiche der ultrafeinen Partikel sind breit gefächert – ob für den Life-Science-Bereich, wie Pharma- oder Kosmetikindustrie, die Bauindustrie, in der Kleb- und Dichtstoffherstellung oder auch für die Farben- und Lackindustrie, für Möbelhersteller bis hin zu elektronischen Anwendungen wie dem Polieren von Computerchips oder der Herstellung von Tonerprodukten für den Digitaldruck. Sie sind auch der entscheidende Rohstoff für den energiesparenden Leichtlaufreifen („Grüner Reifen“).

Kunststoffverscheibungen

Verscheibungen aus PLEXIGLAS sind bis zu 50 Prozent leichter als solche aus Glas. Das macht sie auch für den Automobilbau interessant. Zudem besticht PLEXIGLAS durch seine exzellente Transparenz, die sehr gute Witterungsbeständigkeit, eine angenehme Akustik sowie die ausgezeichnete Formbarkeit des Materials, die gegenüber herkömmlichen Glasverscheibungen ganz neue Designmöglichkeiten eröffnet.

Monomere

Monomere sind niedermolekulare, reaktive Moleküle, aus denen Polymere aufgebaut werden können.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit gründet sich auf der Ausbalancierung der drei Säulen Wirtschaft, Ökologie und Gesellschaft. Nachhaltiges unternehmerisches Handeln ist eine Verpflichtung gegenüber den Lebensperspektiven künftiger Generationen – wie in der „Vision 2050“ des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und in den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen beschrieben. Gleichzeitig stellt Nachhaltigkeit eine Chance für eine langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie dar, die wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung sowie dem Schutz der Umwelt verbindet.

PEEK

Polyetheretherketone (PEEK) sind teilkristalline Hochleistungskunststoffe mit hervorragenden mechanischen Eigenschaften und einer sehr guten Temperaturfestigkeit. Aufgrund der außergewöhnlich hohen mechanischen, thermischen und chemischen Eigenschaften wird dieser Werkstoff vor allem zu Funktionsteilen und Baugruppen für den Automobilbau, den Flugzeugbau, die Elektronik sowie Medizinprodukte verarbeitet.

Pharmapolymere

Mit den pharmazeutischen Polymeren von Evonik lassen sich Wirkstoffe gezielt genau dort freisetzen, wo sie gebraucht werden – und das zu einem genau definierten Zeitpunkt oder über eine definierte Zeitspanne hinweg. Evonik hat dazu spezielle Polymere im Angebot, die Darreichungsformen entweder als Tablette über den Magen-Darm-Trakt oder als implantiertes oder gespritztes Depotarzneimittel ermöglichen.

PMMA

Abkürzung für Polymethylmethacrylat. Dabei handelt es sich um einen farblosen, vielfältig einfärbbaren Kunststoff (Acrylglas). Eigenschaften: hohe Lichtdurchlässigkeit, gute Formbarkeit sowie außerordentlich gute Witterungsbeständigkeit. Anwendungsbereiche: Automobil- und Luftfahrtindustrie, Architektur, Licht- und Designanwendungen sowie Elektronik und Kommunikation. Bekannteste Marke: PLEXIGLAS. Lieferformen: thermoplastische Formmasse, gegossene oder extrudierte Halbzeuge (Platten, Folien, Rohre, Stäbe).

Polyimide

Polyimidfasern werden vor allem als Filtermedien zur Abscheidung von Stäuben aus heißen Rauchgasen bei Kohlekraftwerken und Müllverbrennungs- oder Zementanlagen verwendet.

Polymere

Langkettige, kurzkettige oder vernetzte Moleküle (Makromoleküle), die zum Beispiel durch Verknüpfung kleiner Moleküle (Monomere) entstehen.

Polyurethan (PUR)

Polymere mit hervorragenden thermischen und akustischen Isolierungseigenschaften und sehr breitem Anwendungsspektrum. Weiches, aufgeschäumtes PUR wird für Kissen, Matratzen und Verkleidungen verwendet. Hartes PUR wird zum Beispiel in der Automobilindustrie, im Bauwesen und für Kühlschränke eingesetzt.

Öladditive

Evonik entwickelt als führender Anbieter von Öladditiven Technologien, die den Wirkungsgrad von Motoren, Getrieben und Hydrauliken verbessern. Ein wichtiger Hebel dazu ist die gezielte Verbesserung der Fließeigenschaften von Schmierstoffen in einem großen Temperaturbereich. Evonik vermarktet die Technologien je nach Einsatzgebiet unter den Namen DRIVON™, NUFLUX™ und DYNAVIS.

REACH

Die europäische Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) steht für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von chemischen Stoffen.

Responsible Care

Responsible Care ist eine weltweite Initiative der chemischen Industrie. Sie steht für die kontinuierliche Verbesserung ihrer Leistungen für Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Sicherheit und ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Silane

Die Bezeichnung Silane steht für eine Stoffgruppe chemischer Verbindungen, die aus einem Silizium-Grundgerüst und bis zu vier funktionellen Gruppen bestehen. Evonik stellt drei Gruppen von Silanen her:
– Organofunktionelle Silane haben mindestens eine funktionelle Kohlenwasserstoff-Gruppe. Dadurch entstehen Hochleistungsadditive, die die Eigenschaften von anorganischen Partikeln, Harzen und Polymeren verbessern. Sie können beispielsweise die Haftkraft von Klebstoffen verbessern, Kunststoffe hitzebeständig machen oder Flammschutzmittel in Kabel einbringen.
– Schwefelhaltige Silane haben die Reifenherstellung revolutioniert, wo sie zusammen mit gefällter Kieselsäure entscheidende Eigenschaften wie Rollwiderstand und Nasshaftung verbessern.
– Chlorsilane sind Schlüsselrohstoffe, zum Beispiel für die Halbleiter- und die Lichtwellenleiterindustrie.

Silica-Silan-System

Kieselsäuren oder Silica dienen in Kombination mit Silanen als Verstärkerfüllstoff in der Lauffläche moderner Leichtlaufreifen. Das Silica-Silan-System sorgt für einen deutlich verringerten Rollwiderstand und erlaubt so bis zu 8 Prozent Kraftstoffeinsparung im Vergleich zu herkömmlichen Pkw-Reifen. Zugleich gewährleistet es eine verbesserte Haftung auch auf nassen und winterlichen Straßen.

Spezialmethacrylate VISIOMER

Evonik bietet Spezialmethacrylate unter dem Markennamen VISIOMER als wichtige Rohstoffe für Klebstoffformulierungen und Dichtmassen an. Sie kommen zum Beispiel im Automobil- und Bootsbau zum Einsatz, aber auch in Haftklebstoffen und anaeroben Klebstoffen, wo sie die Hafteigenschaften für den jeweiligen Einsatz optimieren.

Strukturschäume

Strukturschäume sind ein beliebtes, weil leichtes und stabiles Material für Leichtbaukonstruktionen. Der Name ROHACELL steht für Strukturschäume aus Polymethacrylimid (PMI) von Evonik. Sie finden bereits seit Langem Einsatz etwa im Flugzeug- und Helikopterbau. Verstärkt werden sie auch in sogenannten Sandwich-Bauteilen für die Automobilindustrie eingesetzt.

Superabsorber

Wasserunlösliche, vernetzte Polymere, die unter Quellung und Ausbildung von Hydrogelen große Mengen wässriger Flüssigkeiten aufnehmen und speichern können. Selbst unter Druck geben sie die aufgenommene Flüssigkeit nicht wieder ab und werden deshalb vor allem in Windeln eingearbeitet. Spezialformen von Superabsorbern werden in der Landwirtschaft zur Regulierung der Bodenfeuchtigkeit eingesetzt. Diese spezielle Form nimmt nicht nur große Mengen Wasser auf, sondern kann es bei einsetzender Bodentrockenheit auch wieder an die Pflanzen abgeben.

UN Global Compact

Der Global Compact der Vereinten Nationen ist die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Teilnehmer haben sich verpflichtet, ihre Geschäftstätigkeiten und Strategien an zehn universell anerkannten Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung auszurichten.

Unfallhäufigkeit in der Arbeitssicherheit

Anzahl der Arbeitsunfälle eigener Mitarbeiter und von Fremdfirmenmitarbeitern, wenn sie unter direkter Weisung von Evonik stehen, pro 1 Million Arbeitsstunden.

„Vision 2050“

Für das Projekt „Vision 2050“ entwickelten 29 Mitgliedsunternehmen des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) eine gemeinsame Vision von einer Welt, die im Jahr 2050 auf dem Weg zur Nachhaltigkeit ist, sowie eine Beschreibung dieses Wegs. Evonik hat an dem Projekt mitgearbeitet und bekennt sich zur „Vision 2050“, die folgendermaßen lautet: „Im Jahr 2050 leben rund 9 Milliarden Menschen gut und im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der Erde.“

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist eine der saubersten und vielfältigsten Chemikalien überhaupt. Wegen seiner positiven Eigenschaften wird es in einer Vielzahl von Anwendungsgebieten eingesetzt. Klassische Anwendungen von Wasserstoffperoxid sind der Einsatz als umweltfreundliches Bleichmittel in der Zellstoff- und Textilindustrie. Es wird aber zum Beispiel auch als Sterilisationsmittel zum aseptischen Verpacken, zum Reinigen von Siliziumscheiben bei der Fertigung von Leiterplatten oder in der Pharmaindustrie als Arzneistoff genutzt. Mit dem von Evonik und ThyssenKrupp Industrial Solutions entwickelten innovativen Hydrogen-Peroxide-to-Propylene-Oxide-Verfahren (HPPO) kann das umweltfreundliche Oxidationsmittel auch zur chemischen Direktsynthese von Propylenoxid verwendet werden. Propylenoxid ist eine wichtige Vorstufe für Polyurethane.

Weichmacher

Weichmacher sind chemische Verbindungen, die PVC-Kunststoffe flexibel machen. Evonik bietet neben konventionellen auch phthalatfreie Weichmacher an.

Wirkstoffe für Haarpflege

Evonik stellt zahlreiche Rohstoffe und Pflegezusätze, aber auch Tenside und Verdickungsmittel für Shampoos, Spülungen und Haarkuren her. Tenside reinigen das Haar, Verdickungsmittel sorgen für die richtige Zähflüssigkeit. Die Pflegezusätze in Conditionern geben dem Haar zum Beispiel eine glatte Struktur und machen es so leichter kämmbar. Sie können zusätzlich vor Hitze, UV-Licht oder statischer Aufladung schützen.

World-Scale-Anlage

Damit bezeichnet man eine große Produktionsanlage, mit der Produkte im Weltmaßstab hergestellt werden können. World-Scale-Anlagen sind oft wirtschaftlicher, weil die Fixkosten mit jeder zusätzlich produzierten Tonne sinken.

Finanz- und Wirtschaftsbegriffe
 

Bereinigtes EBIT

Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und nach Bereinigungen. Ergebniskennzahl, die die operative Ertragskraft von Evonik unabhängig von der Kapitalstruktur darstellt.

Bereinigtes EBITDA

Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen und nach Bereinigungen. Ergebniskennzahl, die die operative Ertragskraft von Evonik unabhängig von der Kapitalstruktur und Investitionsneigung zeigt. Cashflow-nahe Größe, die insbesondere auch im Verhältnis zum Umsatz als bereinigte EBITDA-Marge im Wettbewerbsvergleich eingesetzt wird.

Bereinigungen

Evonik bereinigt seine operativen Ergebnisgrößen um nicht operative Erträge und Aufwendungen mit einmaligem bzw. seltenem Charakter. Diese werden in den Bereinigungen gezeigt und sind damit nicht Bestandteil der operativen Ergebnisse bereinigtes EBIT und bereinigtes EBITDA. Die Bereinigungen enthalten vor allem Erträge und Aufwendungen im Zusammenhang mit Käufen/Verkäufen von Beteiligungen, Wertminderungen/Wertaufholungen sowie Restrukturierungsaufwendungen.

Compliance

Unter dem Begriff Compliance wird das regelkonforme Verhalten eines Unternehmens, seiner Organe und seiner Mitarbeiter im Hinblick auf alle anwendbaren verbindlichen Standards wie rechtliche Bestimmungen, gesetzliche Ge- und Verbote, unternehmensinterne Richtlinien und von Evonik eingegangene Selbstverpflichtungen verstanden.

Corporate Governance

Corporate Governance umfasst alle Grundsätze für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens und ist in diesem Sinne als Ausdruck von guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung ein wesentlicher Bestandteil der Führungsphilosophie unseres Unternehmens. Die Grundsätze betreffen vor allem die Zusammenarbeit im Vorstand, im Aufsichtsrat und zwischen beiden Gremien sowie zwischen den Organen und den Aktionären, insbesondere in der Hauptversammlung. Sie betreffen auch das Verhältnis unserer Gesellschaft zu anderen Personen und Einrichtungen, die in einer wirtschaftlichen Beziehung zu uns stehen.

CTA

Abkürzung für Contractual Trust Arrangement. Steht für ein Treuhandmodell, mit dem Evonik einen Teil seiner Pensionsverpflichtungen ausfinanziert hat. Dazu wurde der Evonik Pensionstreuhand e.V. mit Sitz in Essen gegründet. Mit dem Vermögen des Treuhandvereins werden Pensionsansprüche der Mitarbeiter abgesichert.

EVA

Abkürzung für Economic Value Added (Wertbeitrag). Kennzahl von Evonik innerhalb der wertorientierten Unternehmenssteuerung. Der EVA errechnet sich aus der Differenz zwischen bereinigtem EBIT und den Kosten des eingesetzten Kapitals. Ist der EVA positiv, wird Wert geschaffen.

Hedge Accounting

Hierunter versteht man die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften und ihren zugehörigen Grundgeschäften in einer Bewertungseinheit. Zielsetzung des Hedge Accounting ist es, die ansonsten zu unterschiedlichen Zeitpunkten anfallenden Ergebniswirkungen von Grund- und Sicherungsgeschäft zu synchronisieren.

Hedging

Ein Hedge-Geschäft (kurz: Hedging, von englisch: to hedge, absichern gegen Risiken) dient zur Absicherung eines Grundgeschäfts gegen Risiken wie beispielsweise Schwankungen von Devisenkursen, Zinssätzen oder Rohstoffpreisen. Das Unternehmen, das ein Grundgeschäft hedgen möchte, geht zu diesem Zweck eine weitere Transaktion ein, die ein dem Grundgeschäft gegenläufiges Risikoprofil aufweist. Als Hedge-Geschäfte werden sogenannte derivative Finanzinstrumente wie beispielsweise Termingeschäfte, Swaps oder Optionen eingesetzt.

IFRS

Abkürzung für International Financial Reporting Standards. Seit 2005 besteht für börsennotierte Unternehmen der Europäischen Union die Verpflichtung, die konsolidierten Abschlüsse nach den IFRS aufzustellen.

Rating

Rating bezeichnet im Finanzwesen eine Einschätzung der Bonität eines Schuldners. Meist werden Ratings durch eigens darauf spezialisierte Ratingagenturen vorgenommen. Ausfallwahrscheinlichkeiten werden anhand von Ausfallmerkmalen errechnet und in Ratingklassen eingeteilt, die mit Ratingcodes abgekürzt werden. Ratings gibt es sowohl für Anleihen von Unternehmen als auch für Staaten. Die Einstufung hat mittelbaren Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Schuldners. In der Regel gilt, dass Schuldner mit besserem Rating günstigere Konditionen bei der Kreditbeschaffung erhalten.

ROCE

Kennzahl, die die Rentabilität des eingesetzten Kapitals (Return on Capital Employed) misst. Sie errechnet sich aus dem bereinigten EBIT, dividiert durch das im Berichtszeitraum durchschnittlich eingesetzte Kapital.

Stakeholder

Der aus dem Englischen stammende Begriff Stakeholder bezeichnet in Bezug auf ein Unternehmen natürliche oder juristische Personen, die ein Interesse an dessen Entwicklung haben – von den Eigentümern und den Mitarbeitern über Kunden und Lieferanten bis hin zum Staat, Kreditgebern und zur allgemeinen Öffentlichkeit.

Swap (Währungsswap, Zinsswap)

Swap, englisch für Tausch. Derivatives Finanzinstrument zur Absicherung von Währungs- bzw. Zinsrisiken, bei dem Zahlungsströme gegeneinander getauscht werden. Bei einem Währungsswap werden Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen getauscht. Bei einem Zinsswap werden feste gegen variable Zinszahlungen getauscht.

Venturing/Venture Capital

Venture Capital bezeichnet Risikokapital, das für die Realisierung innovativer Konzepte und Ideen für wachstumsträchtige, eher kleine und mittelständische Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Über die Evonik Venture Capital GmbH will Evonik in vielversprechende Start-ups und führende spezialisierte Venture-Capital-Fonds mittelfristig ein Gesamtvolumen von bis zu 100 Millionen € investieren.

Volatilität

Mit Volatilität bezeichnet man das Maß für die Preisschwankungen von gehandelten Gütern, zum Beispiel Aktien, Devisen und Zinsen, innerhalb einer bestimmten Periode. Die Volatilität weist die auf die jeweilige Periode (zum Beispiel ein Jahr) bezogene Standardabweichung von relativen Kursdifferenzen aus. Vielfach bezeichnet man mit dem Begriff Volatilität auch die Kursschwankungen ganzer Märkte.